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Maria Himmelfahrt Degernau

Die Pfarrei Degernau ist sehr alt. Auf dem Kirchenbuckel stand schon 1275 eine Kirche, die vielleicht schon eine Vorgängerkirche gehabt haben könnte. Somit wäre die heutige Kirche das dritte Gotteshaus in Degernau. Mit Sicherheit aber ist sie die zweite Kirche.
Bereits 1275 wurde eine Kirche genannt. 1387 erhielt die Vorgängerin der heutigen Kirche einen neuen Chor und Altar.
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde diese alte Kirche als brüchig, baufällig und ruinös bezeichnet.
Der letzte Graf von Sulz, Johann Ludwig II., erteilt damals schon eine Genehmigung zum Neubau. 1711 genehmigte der Fürst Adam Franz von Schwarzenberg den Bau der neuen Kirche. Unter Pfarrer Johann Melchior Bürgißer entstand der Neubau von 1713-1715 durch Johann Methiß, Maurermeister aus Mittelberg im Bregenzer Wald (Sutter). Die Kirche wurde am 03. Oktober 1715 konsekriert. 1716 starb Pfarrer Bürgißer. Wegen Geldmangel fehlte aber die Ausstattung der Kirche. Der Nachfolger, Pfarrer Carl Schlugg, hat kurz vor seinem Tod sowohl den Hochaltar als auch die Seitenaltäre einschließlich der holzgeschnitzten Figuren auf eigene Kosten errichten lassen. Die Figuren wurden 1736 von Villingen nach Degernau gefahren. Darum kann angenommen werden, dass die Altäre und das Schnitzwerk aus der Villinger Werkstätte des Joseph Anton Schupp (1664-1729) und seines Sohnes Ignatius (1695-1748) stammen. (Konrad Sutter, Waldshut).

Hochaltar: Das Altarbild zeigt die Himmelfahrt Mariens. Das kleinere obere Bild (Auszugsbild) stellt die Fortsetzung des Himmelfahrt dar: Gott Vater hält die Krone bereit, Maria wird vom triumphierenden Christus empfangen, und der heilige Geist ist als Taube symbolisiert. Beide Bilder stammen vom Meersburger Barockmaler Anton Bastian und sind signiert: "Anton Bastian fecit 1738". Im Jahre 1740 zahlte Fürstin Eleonore Amalie von Schwarzenberg 300 Gulden zur Fassung des Hochaltars. Darum wurde oberhalb des Altarbildes das Schwarzenberger Wappen angebracht.
Auffallend viele Heiligenfiguren zieren die Altäre.Oben am Hochaltar stehen links die Heiligen: Margareta, Helena, Verena und Elisabeth v. Thüringen, unten links Augustinus und rechts Bischof Konrad von Konstanz. Die Figuren des auferstandenen Christus auf dem Tabernakel ist die Kopie eines Werkes von J. M. Götz. Das Original befindet sich in der Zisterzienserabtei Aldrsbachum (Bayern).

Der Marienaltar ist Wallfahrtsaltar: "Um einen guten Tod". Die Marienfigur stammt noch aus der alten Kirche aus der 2. Hälfte des 17. Jhdts. Oben links ist der Hl. Joseph, rechts vermutlich Johannes d. T. oder Franz von Assisi, unten links Johannes d. Ev. und recht vielleicht ein Apostel oder Kirchenlehrer.

Der Dreikönigsaltar ist künstlerisch äußerst wertvoll. Auf der Tafel darüber steht lateinisch "Et prociden´s adorav´nt eum" - Sie warfen sich nieder und beteten ihn an. Die Figur oben links ist der Hl. Franz Xaver (Fürsprecher für eine gute Sterbestunde), rechts Antonius der Einsiedler, unten links Sebastian und rechts Rochus, der Pestheilige. Auf dem Schalldeckel der barocken Kanzel sind gemäss der Legende die Späne symbolisiert, die von Raben auf den Kirchenbuckel getragen wurden.
Der Kreuzweg wurde 1882 gekauft, bei der Renovation 1962 entfernt und 1989 unter Pfarrer Allgaier auf Beschluss des Pfarrgemeinderates restauriert und wieder angebracht. 1994 wurde der kleine Barockbaldachin renoviert und mit einer neuen Marienfigur versehen, die in der Pfarrscheuer entdeckte Marienstatue gereinigt und in den Chor gestellt, die Figur von Bruder Konrad wieder aufgestellt, sowie die beiden Ölbilder von Maria und Johannes restauriert und im Altarraum angebracht. Später wurde die barocke Figur des Hl. Joseph gekauft.
Auf dem Turm hängen drei Glocken: Die kleine Glocke wurde 1956 von der Gemeinde gestiftet, die mittlere, schon um 1300 gegossen, gilt als älteste Glocke allgemein, und die große Glocke stammt aus dem Jahre 1517.
Die Orgel wurde 1888 von Firma Voigt in Durlach hergestellt. Sie hat 1 Manual und 11 Register.

Horheim, im April 2002 Hans Ruppaner

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