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Kloster Marienburg Ofteringen

Jeder, der durch das untere Wutachtal kommt, lenkt seinen Blick auf den hell strahlenden Gebäudekomplex des Klosters Marienburg in Ofteringen. Am Südhang des "Ofteringer Berges", eingebettet in Obstgärten, Reben und Wiesen, im Hintergrund Wald, ist das Kloster ein landwirtschaftliches auffallendes Kleinod, zugleich für Angehörige des katholischen Glaubens eine Art "geistig religiöser Stützpunkt".

Offiziell in Betrieb genommen wurde das Kloster vor etwas 150 Jahren, als am 04. Juni 1862 die ersten Schwestern von Au/Einsiedeln begleitet von Pfarrer und Bürgermeister von Degernau nach Ofteringen kamen. Im Kloster wurden die Schwestern von der Bevölkerung mit dem damaligen Bürgermeister und den Schwesternkandidatinnen, die bereits einige Monate das Kloster geputzt und eingerichtet hatten, empfangen.

Über viele Jahrzehnte hinweg, übte das Ofteringer Kloster einen reichhaltigen Einfluss auf die Region aus, nicht wenige junge Frauen aus zahlreichen benachbarten Gemeinden entschieden sich, das weltliche gegen das geistliche Leben im Ofteringer Kloster zu tauschen. Lange Zeit wurden von den Ofteringer Nonnen große Ländereien bewirtschaftet, was das wirtschaftliche Überleben des Klosters mithalf zu sichern.

Doch die gesellschaftlichen Entwicklungen der Neuzeit gingen auch am Kloster Marienburg nicht spurlos vorbei. Noch vor rund 50 Jahren hatte das Kloster keine Nachwuchssorgen; der seit der Gründung des Klosters bestehende Auftrag der ewigen Anbetung, konnte in mehrfacher Besetzung erfüllt werden. Tag und Nacht beteten die Klosterschwestern für den weltweiten Frieden und die Sorgen der Menschen in der Region. Darüber hinaus erledigten sie alle Arbeiten im Innen- und Außenbereich des Klosters, der gesamte landwirtschaftliche Betrieb wurde von ihnen gemeistert, so dass die Klosteranlage weitgehend wirtschaftlich unabhängig war.

Nach und nach reduzierte sich jedoch die Anzahl der Schwestern, zugleich nahm der Altersquerschnitt der Klosterfrauen unaufhörlich zu - somit wurde es immer schwieriger, den klösterlichen Betrieb in gewohntem Umfang aufrecht zu erhalten.

Allerdings helfen inzwischen Frauen und Männer aus nah und fern; Gebetsgruppen aus Eggingen, Eberfingen, Erzingen, Grießen, Grafenhausen, Lottstetten, Ühlingen, Waldshut, Degernau, Schwerzen und Wutöschingen unterstützen die Schwestern bei der ewigen Anbetung. Viele Menschen leisten Hilfsdienste rund um das Kloster.

Mitte der neunziger Jahre gründete Pfarrer Viktor Ammann aus der Schweiz den Freundeskreis Kloster Marienburg. Sein Ziel ist, das Kloster Marienburg ideell und materiell zu unterstützen und in das Bewusstsein der einheimischen Bevölkerung zu bringen. Zwischenzeitlich verfügt der Freundeskreis über 380 Mitglieder, über die Hälfte stammt nicht aus der Raumschaft. Zudem wurde ein bemerkenswerter, von dem Grießener Bildhauer Norbert Berger geschaffener Kreuzweg mit 15 Stationen in unmittelbarer Nachbarschaft zum Klostergebäude eingerichtet, der sich zwischenzeitlich aufgrund seiner Gestaltung zu einem Anziehungspunkt auch für Kunstfreunde entwickelte.

Das Kloster ist für seine Naturprodukte (Pflegesalbe Panavulsin, Kräuterlikör Edeltropfen, Spitzwegerich Honig, Honig Kräuter Met) bekannt, welche selbst hergestellt und an der Klosterpforte käuflich erworben werden können:

www.wutoeschingen.de/wirtschaft-wohnen/unternehmen/unternehmen-a-bis-z.html

PLZ/Ort:
79793 Wutöschingen-Ofteringen
Straße:
Klosterstraße 6
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Telefon:
0 77 46 / 92 31-0