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Klosterschüer Ofteringen

Räumlichkeit zur Anmietung von kulturellen Veranstaltungen an ortsansässige Vereine und ortsansässige Privatpersonen (Polterabende und Hochzeiten sind davon ausgeschlossen).

Hausmeister:
Gerhard Gäng

Ansprechpartner / Reservierungen
Gemeindeverwaltung Wutöschingen
Andrea Dackau
Kirchstraße 5
79793 Wutöschingen
Telefon: 0 77 46 / 8 52-29
Telefax: 0 77 46 / 8 52-50
E-Mail: adackau@wutoeschingen.de

Die im Jahre 1713 erbaute "Schüer" wurde über viele Jahre lediglich als Unterbringungsort für landwirtschaftliche Gerätschaften des Klosters genutzt, bis das Gebäude im Jahre 1960 von der damals noch selbstständigen Gemeinde Ofteringen abgekauft wurde.

Da das Gebäude im Laufe der Zeit zu zerfallen drohte, wurde es in den Jahren 1987/88 grundlegend renoviert und seitdem für Veranstaltungen des Kulturrings, Vorträge der Volkshochschule sowie für Vereinsveranstaltungen genutzt.

Zur Geschichte
Geschlecht der Herren von Ofteringen war über 400 Jahre lang für unsere Region sehr bedeutungsvoll. (Daneben existierte auch ein bürgerliches Geschlecht der Ofteringer bis heute).

1251 (Gerung) Huc von Ofteringen. Er oder seine Nachkommen haben das Schloß Ofteringen in seinen Anfängen erbaut.

1428 kaufte Junker Heinrich von Erzingen das Schloß.

1496 ist Junker Simon von Erzingen der Besitzer, und

1507 verkauft dessen Witwe die Herrschaft samt den Leuten an ihren Vetter aus Tübingen.

1523 kam das Schloß und die Herrschaft wieder in den Besitz der Ofteringer. Hans Ulrich von Ofteringen (Gutjahr) Schulheiß in Waldshut kaufte es zurück.

1630 besuchte der letzte der Herren von Ofteringen, Karl von Ofteringen die Klosterschule in Rheinau. Nach zwei Jahren ist er weggelaufen. Sein Vetter brachte ihn aber wieder zurück für das dritte Schuljahr.

1633 nahm der Vetter den jungen Karl mit nach Italien, wo Karl mit dem Kriegshandwerk vertraut wurde und es zu hohem Ansehen brachte.

1637 erbte Karl während seiner Abwesenheit in Italien Schloß und Herrschaft Ofteringen.

1647 kam Karl nach 10-jährigem Aufenthalt und Kriegszügen aus Italien zurück. Sein Vetter suchte ihn als dann zu verheiraten, "Weil das Kriegswesen allzeit in seinem Sinne lag ..."

1649 Hochzeit mit Margarethe Keller aus Schleitheim.

1956 Bau einer Hauskapelle

1658 Hauptmann der Landgrafschaft Stühlingen.

1676 Testament, da kinderlos.

1678 am 06. Dezember Übergabe an Kloster Rheinau. Es folgten 6 Jahre Rechtsstreitigkeiten im den Besitz. Fürst Maximilian von Fürstenberg zu Stühlingen wollte als Landesherr selbst Besitz von Ofteringen ergreifen.

Februar 1678 war Karl von Ofteringen verstorben

Februar 1679 verstarb auch Margarethe von Ofteringen. Die ältere Schwester von Karl von Ofteringen war verheiratet mit Johann Jakob von Beck, dem Erbauers des Willmendinger Schlosses.

Die "Geschwisterkinder" Nichten und Neffen erbten 60 fl.

Abt Gerold II aus der Familie Zurlauben aus Zug ließ 1713 die Klosterschüer bauen (Wappen).

Sein Nachfolger Abt. Benedikt Ledergerber 1741 die neue Kapelle (Joh. Michael Beer)

Wie alle Schweizer Kantone hat auch der Kanton Zürich im Zuge der Säkularisation die Klöster aufgehoben, so auch der Große Rat des Kantons Zürich das Kloster Rheinau im März 1862. Schon vorher war das Schloß Ofteringen verkauft worden an Joseph Ofteringer und Johann Hallauer aus Trasadingen.

1861 schon pachtete die Novizin Sabrina Schneider das Schloß und kaufte es später für das Kloster der "Ewigen Anbetung" Marienburg.

Seit Fronleichnam 1862 fand ununterbrochen die ewige Anbetung statt.

1960 kaufte die Gemeinde Ofteringen die Klosterschüer für 27.000,-- DM.

Durch die Großgemeinde Wutöschingen fand 1987/88 der Ausbau statt und im Januar 1989 fand die Einweihung statt mit darauf folgendem Tag der offenen Tür.

(Zusammenstellung durch Hans Ruppaner, Horheim)

PLZ/Ort:
79793 Wutöschingen-Ofteringen
Straße:
Egginger Straße 12
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Telefon:
07746 / 2044